ursprünglich &

Wurzelecht

Der Uhudler ist eine Weinspezialität aus dem Südburgenland und ein reines Naturprodukt. Er wird aus Trauben von sogenannten Direktträgersorten hergestellt. Das sind Rebstöcke, die auf ihren eigenen Wurzeln wachsen und nicht gepfropft werden.

Rübezahl

Uhudler

Die Winzergemeinschaft RÜBEZAHL präsentiert einen exklusiven Uhudler-Cuvée in den Sorten ORIGINAL, FRIZZ und SPRIZZ, für den die besten Winzer der Region ihre edelsten Weine bereitstellen. Neu im Sortiment sind jetzt auch RÜBEZAHL Gin und Wermut.

von Natur aus

Resistent

Uhudler ist ein reines Naturprodukt. Die dafür verwendeten Direktträgersorten sind von Natur aus widerstandsfähig gegen die Reblaus und Pilzerkrankungen. Dadurch ist beim Anbau kein chemischer Pflanzenschutz nötig, weshalb Uhudler meist auch biologisch angebaut wird.

erfrischend, duftend

Strahlend rot

Der Uhudler hat einen charakteristischen, säurebetonten Geschmack, der intensiv an Waldbeeren und schwarze Johannisbeeren erinnert. Sein einzigartiger Duft ist geprägt von Erdbeeren und Himbeeren. Typisch ist auch seine leuchtend rote Farbe, die an Rosé-Wein erinnert. Achtung: Trotz der Ähnlichkeit sollte man ihn niemals als Rosé bezeichnen.

einzigartige

Mischung

Es gibt nicht „den einen Uhudler“ oder „die eine Uhudler-Traube“, da er stets aus verschiedenen Direktträgersorten gekeltert wird. Daher ist der Uhudler immer ein Cuvée-Wein, der oft aus einer Mischung von roten und weißen Trauben entsteht. Das erklärt auch seine typische pinke Farbe.

die bewegte Geschichte

des Uhudlers

So gut, dass man ihn verbieten wollte!

Die Reblaus in Europa

Die verheerende Ausbreitung der Reblaus hatte den Großteil des österreichischen Weinbaus zerstört. Die Direktträgersorten wurden daher in ganz Europa immer beliebter, da sie nicht nur resistent gegen die Reblaus, sondern auch tolerant gegenüber den häufigsten Pilzerkrankungen waren und sich zudem einfach pflegen und vermehren ließen.

Über Direktträger, die Reblaus und das Pfropfen

Im 19. Jahrhundert wurde die Wurzelreblaus nach Europa eingeschleppt und befiel einen Großteil der Weinstöcke. Als Reaktion darauf wurden amerikanische Wildreben als Unterlagen verwendet, da ihre Wurzeln resistent gegen die Reblaus waren. Europäische Edelsorten wurden darauf gepfropft. Parallel dazu entstand der Uhudler aus den nicht gepfropften Direktträgern.

Kelterungsverbot für Weine aus Direktträgersorten

Kelterungsverbot
für Weine aus
Direktträgersorten

Da für die Produktion keine chemischen Spritzmittel notwendig waren, konnte Direktträgerwein viel günstiger hergestellt werden. Dies führte zu einem massiven Preisdruck auf die Edelweinproduktion, was schließlich in einem Kelterungsverbot für den Uhudler endete.

Anpflanzungsverbot

Direktträger wurden per Gesetz in ganz Österreich verboten.

Rodungserlass

Nach dem 2. Weltkrieg kam es zu drastischen Einschränkungen der Uhudlerflächen.

Verkehrsverbot

Der Ausschank und Verkauf von Uhudler wurden verboten. Er durfte nur noch als Haustrunk konsumiert werden. Tausende Liter Uhudler wurden von Inspektoren beschlagnahmt und vernichtet.

Totalverbot

Im Zuge des Glykolskandals wurde das österreichische Weingesetz verschärft, was zum Verbot des Uhudlers führte.

Aufhebung des Verbots

Eine Änderung des Weingesetzes in Österreich führte dazu, dass der Uhudler am 1. August 1992 wieder legal wurde. Seine Unbedenklichkeit wurde durch ein fundiertes Gutachten nachgewiesen, was die offizielle Wiederzulassung für den Handel ermöglichte.

EU-Beitritt Österreichs

Laut der Burgenländischen Weinbauverordnung und einer EU-Sonderverordnung sind die vier Uhudler-Sorten Ripatella, Delaware, Concordia und Elvira als vorübergehend zugelassene Rebsorten eingestuft.

Zulassung im Burgenland auf unbeschränkte Zeit

Durch eine Novelle der Burgenländischen Weinbauverordnung wurden diese vier Sorten vollständig rehabilitiert und gelten heute im Burgenland gesetzlich als zugelassene Rebsorten.

wertvolles

Kulturgut

Der Uhudler ist aus dem Uhudlerland nicht mehr wegzudenken. Für die Menschen hier ist er fast ein Zaubertrank, der Distanzen überwinden und Gefühle stiften kann. Ohne ihn würden sie sich entwurzelt und heimatlos fühlen. Diese tiefe Beziehung rührt daher, dass die Südburgenländer für seine Existenz hart kämpfen mussten. Ihr beharrlicher Widerstand gegen das zeitweilige Uhudler-Verbot ist ein identitätsstiftender Teil der Geschichte des Uhudlerlandes.

Gerüchte & Irrglauben

Haben Sie auch schon von dem Gerücht gehört, Uhudler mache blind, dumm und aggressiv? Im Südburgenland wird diese Behauptung seit über hundert Jahren durch eine Feldstudie widerlegt. Die Einheimischen trinken den Uhudler hier regelmäßig, und keines dieser Gerüchte hat sich jemals bewahrheitet. Überzeugen Sie sich doch selbst!

Lange Zeit hielt sich das Gerücht, dass Wein aus Direktträgern wegen eines angeblich zu hohen Anteils an Fuselölen und Methanol gesundheitsschädlich sei. Mehrere wissenschaftliche Gutachten belegen jedoch ausdrücklich die Unbedenklichkeit des Uhudlers.

wie der Uhudler zu seinem

Namen kam

Niemand weiß genau, woher der Name „Uhudler“ stammt – dazu gibt es viele Geschichten. Eine verbreitete Legende besagt, dass die Arbeit im Weingarten und die Übernachtungen in den Kellern so lange dauerten, dass die Winzer das fertige Ergebnis oft ausgiebig mit ihren Kollegen verkosteten. Bei ihrer Rückkehr nach Hause sollen ihre Frauen sie mit den Worten „Du siehst aus wie ein Uhu!“ empfangen haben.

ProduktVielfalt

Neben dem Uhudler-Wein werden aus den Wildtrauben im Südburgenland auch erstklassiger Frizzante sowie schmackhafte Produkte wie Saft, Essig oder köstliche Marmelade hergestellt. Der Kreativität der Köche und Wirte im Uhudlerland sind ebenfalls keine Grenzen gesetzt. Sie überraschen ihre Gäste gerne mit süßen oder herzhaften Gerichten auf Uhudler-Basis.

geprüft von einer südburgenländischen

Legende

Dieses Gütesiegel steht für beste Qualität aus dem Uhudlerland.